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free speech, not free beer!

Von Ubuntu zu Debian

13 Kommentare

In den letzten Tagen habe ich mich ja intensiv mit dem Thema „Freie Software“ und „Open Source“ auseinandergesetzt. Mich damit beschäftigt, ob ich mein Ubuntu ruhigen Gewissens auf der Festplatte lassen kann, oder aber doch lieber zu Debian wechseln will. Videos von Stallman und von Shuttleworth angeschaut, gelesen, gelesen und noch einmal gelesen.

Seit ein paar Tagen hatte ich ja nebst meinem Ubuntu zusätzlich ein Debian Wheezy in Dualbootkonfiguration am laufen. Das Wheezy lag dort, wo früher mal das Windows gewohnt hatte…

Nun bin ich persönlich der Überzeugung, dass freie Software nicht frei sein kann, wenn zuviel Geld (Wirtschaftsdenken) und zuviel Marktwirtschaft dahintersteht. Freiheit und Geld. Das sind einfach zwei Punkte, die sich irgendwie schon fast diametral gegenüberstehen. Genau wie die Begriffe „Freie Software“ und „Open Source„.

Was ist eigentlich „Freie Software“?

Dazu möchte ich an dieser Stelle den Artikel – Was bedeutet „Frei“? oder Was bedeutet der Begriff „Freie Software“? – von der Debian Seite zitieren

Viele Menschen, für die Freie Software neu ist, fühlen sich verwirrt, weil der Begriff frei nicht so gebraucht wird, wie sie es vermuten. Für sie hat frei die Bedeutung kostenlos. Ein Englischwörterbuch verzeichnet fast zwanzig verschiedene Bedeutungen für free (bzw. Übersetzungen von free). Nur eine davon ist unentgeltlich, kostenlos. Der Rest bezieht sich auf Freiheit und das Fehlen von Zwängen. Wenn wir von Freier Software sprechen, meinen wir eher deren Nutzbarkeit (Freiheit) und nicht deren Preis.

Software, die nur in dem Sinne frei ist, dass Sie nichts für deren Nutzung zahlen müssen, ist kaum wirklich frei. Es ist Ihnen vielleicht verboten, sie weiterzugeben. Und Sie werden höchstwahrscheinlich daran gehindert, sie zu verbessern. Software mit einer kostenlosen Lizenz ist häufig eine Waffe in einer Werbekampagne, um ein verwandtes Produkt zu fördern oder einen kleineren Wettbewerber aus dem Markt zu drängen. Es gibt keine Garantie, dass sie frei bleibt.

Wirklich freie Software ist immer frei. Public Domain Software kann weggeschnappt und Teil von nicht freien Programmen werden – und ist damit nicht mehr frei. Um frei zu bleiben, muss Software urheberrechtlich geschützt und lizenziert werden.

Für den Uneingeweihten ist ein Stück Software entweder frei oder nicht frei. Das reale Leben ist komplizierter als das. Um zu verstehen, was impliziert wird, wenn Software als frei bezeichnet wird, müssen wir einen kleinen Ausflug in die Welt der Softwarelizenzen machen.

Copyrights (Urheberrechtsangaben) sind eine Methode, die Rechte des Erschaffenden bestimmter Werke zu schützen. In den meisten Ländern ist die Software, die Sie schreiben, automatisch urheberrechtlich geschützt. Eine Lizenz ist die Möglichkeit des Autors, die Nutzung seines Werkes (Software in diesem Fall) durch andere auf eine Art, die für ihn akzeptabel ist, zu erlauben. Es ist Sache des Autors, eine Lizenz beizufügen, die bestimmt, auf welche Weise die Software genutzt werden kann. Für eine angemessene Diskussion von Copyrights siehe http://www.copyright.gov/.

Natürlich brauchen verschiedene Umstände auch verschiedene Arten von Lizenzen. Softwarefirmen sind bestrebt, ihre Aufwendungen zu sichern, so dass sie nur kompilierten Code (der vom Menschen nicht lesbar ist) veröffentlichen und die Nutzungsmöglichkeiten dieser Software stark einschränken. Andererseits suchen Autoren freier Software nach Kombinationen der folgenden Punkte:

  • Nicht zuzulassen, dass ihr Code in proprietärer Software verwendet wird. Da sie den Code für alle Personen veröffentlichen, möchten sie keine anderen sehen, die ihn stehlen. In diesem Fall wird die Verwendung des Codes als ein Zeichen von Vertrauen angesehen: Sie dürfen ihn verwenden, solange Sie nach denselben Regeln spielen.
  • Schutz der Identität der Urheberschaft des Codes. Menschen sind sehr stolz auf ihr Werk und wollen nicht, dass jemand ihren Namen daraus entfernt oder behauptet, er habe die Software geschrieben.
  • Verbreitung des Quellcodes. Eines der Probleme mit den meisten kommerziellen Softwareprodukten ist, dass man Fehler nicht beheben kann oder sie nicht für eine bestimmte Anwendung anpassen kann, da der Quellcode nicht verfügbar ist. Darüber hinaus entscheidet die Firma vielleicht, diejenige Hardware, die man gerade nutzt, nicht mehr zu unterstützen. Viele freie Lizenzen erzwingen die Verbreitung des Quellcodes. Dieses schützt den Nutzer, da es ihm Anpassungen für seine Zwecke erlaubt.
  • Das Erzwingen, dass alle Produkte, die einen Teil ihres Produktes enthalten (das nennt man abgeleitete Werke, wenn es um Urheberrechte geht), die gleiche Lizenz nutzen.

Viele Menschen schreiben ihre eigene Lizenz. Dies wird eher missbilligt, da es beim Erzeugen einer Lizenz, die genau das aussagt was man will, um sehr subtile Dinge geht. Zu oft ist entweder die Aussage zweideutig oder einzelne Bedingungen sind widersprüchlich. Die Formulierung einer Lizenz, die vor Gericht Bestand hat, ist sogar noch schwerer. Zum Glück gibt es eine Anzahl von bereits ausformulierten Lizenzen, die höchstwahrscheinlich das bieten, was man braucht.

Drei der am weitesten verbreiten Lizenzen sind:

Alle diese Lizenzen haben einige Eigenschaften gemeinsam:

  • Man kann die lizenzierte Software auf beliebig vielen Maschinen installieren.
  • Beliebig viele Personen können diese Software gleichzeitig benutzen.
  • Man kann so viele Kopien dieser Software erzeugen wie man will und sie an wen auch immer verteilen (freie oder offene Verbreitung).
  • Es gibt keine Beschränkung bei der Modifizierung dieser Software (außer, dass bestimmte Anmerkungen erhalten bleiben müssen).
  • Es gibt keine Einschränkung bezüglich der Weitergabe, oder gar des Verkaufs, dieser Software.

Dieser letzte Punkt, der den Verkauf von Software gegen Geld erlaubt, scheint im Gegensatz zur Idee von freier Software zu stehen. Tatsächlich ist er einer ihrer Stärken. Da die Lizenz die freie Weiterverbreitung erlaubt, kann jeder, der eine Kopie besitzt, weitere Kopien verbreiten. Er kann auch versuchen, sie zu verkaufen. In der Praxis kostet es so gut wie nichts, elektronische Kopien von Software zu erstellen. Angebot und Nachfrage werden den Preis niedrig halten. Wenn es für ein großes Softwareprodukt oder eine Sammlung von Software geeignet ist, diese auf einem Medium wie CD zu verbreiten, kann der Hersteller dafür verlangen, was er will. Wenn die dabei angesetzte Gewinnspanne allerdings zu hoch ist, werden weitere Hersteller auf den Markt treten und der Wettbewerb wird zu einer Preissenkung führen. Als Ergebnis kann man z.B. ein komplettes Debian-Release auf mehreren CDs für nur ein paar Euro kaufen.

Während freie Software nicht komplett frei von Zwängen ist (nur Public Domain Software ist das), gibt sie doch dem Anwender die Flexibilität, das zu tun, was zur Erreichung seines Ziels nötig ist. Zur gleichen Zeit werden die Rechte des Urhebers geschützt. Das ist echte Freiheit.

Das Debian-Projekt ist ein starker Unterstützer von freier Software. Da für Software viele verschiedene Lizenzen benutzt werden, wurde ein Satz von Empfehlungen, die Debian Free Software Guidelines (DFSG) entwickelt. Sie stellen eine angemessene Definition dessen dar, was freie Software ausmacht. Nur Software, die der DFSG entspricht, kann Bestandteil des Hauptteils (main distribution) von Debian sein.

Ich bin jetzt nicht einer der absoluten Hardcorefraktion, der prinzipiell gegen Ubuntu und Canonical wettert. Es gibt durchaus Punkte und Aspekte, wo ich die Präsenz absolut berechtigt finde und es auch durchaus Sinn macht.

Ubuntu ist meiner Meinung nach gut geeignet für:

  • Windows Umsteiger
  • Neulinge im Bereich Computer
  • Gamer
  • Multimedia-Fanatiker
  • Anwender, die möglichst wenig mit der Technick zu tun haben wollen

Schlussendlich ist es halt schon so, dass Ubuntu eher ein Winux als ein GNU/Linux ist. Mein erstes Ubuntu war damals 7.04 und seither habe ich diverse Male damit experimentiert. Es hat sich aber (und das ist ja auch gut so und der natürliche Lauf der Dinge…) seither massiv verändert und meiner Meinung nach gibt Canonical dem Ganzen einfach zu sehr den Beigeschmack eines kommerziellen Produkts, das immer mehr auch mit dreisten Methoden zu Geld kommen möchte, um finanziert zu werden.

Und genau das war für mich der entscheidende Punkt. Ich habe gerne ein Betriebssystem, das als Hauptaugenmerk die Community, die Freiheit und das Wohl seiner Nutzer hat. Ein Betriebssystem, welches mit einigem technischen Verständnis (welches ich ja zum Glück mitbringe) sauber läuft. Nicht überladen ist, mit Features, die ich nicht will. Ein Betriebssystem, das macht, was ich sage – ohne dass ich zuerst einen Haufen nicht benötigter kleiner Schmarotzer entfernen muss.

So – nun ist es raus und es ist soweit: ich habe seit heute Mittag kein Dualboot mehr. Nur noch ein einziges Betriebssystem. Und das heisst Debian Wheezy 7.6. Mal sehen, wie sich das so schlägt. Aber ich glaube daran und ich glaube an die Community. Auch an das Alter: schliesslich ist Debian in der schnelllebigen IT-Welt eigentlich schon fast ein Greis. Und wie heisst es so schön? Was lange währt, wird gut werden 😉

Na dann kann ja nichts mehr schief gehen!

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Autor: Thom

Abenteurer, Outdoorfreak, Webworker, Linuxer, WordPresser, SysAdmin, Tech-Geek, Fotograf, Makrofetischist, Alpinwanderer, Mountainbiker, Reisender, Seilbähnler, Skiliftler, Gärtner, Autoflicker, Naturliebhaber, Selbstversorger, Gipfelstürmer, Lebenskünstler - ich bin flexibel, situativ und variabel verfügbar!

13 Kommentare zu “Von Ubuntu zu Debian

  1. Du hast da etwas nicht ganz richtig verstanden. Freie Software und Open Source Software verhalten sich zu einander wie das Quadrat zum Viereck: Jedes Quadrat ist ein Viereck, aber nicht jedes Viereck ist ein Quadrat.

    Oder anders gesagt: Freie Software und Open Source Software stehen sich NICHT gegenüber, weder diametral noch sonst irgendwie. Freie Software ist eine Teilmenge der Open Source Software.

    Und woher diese leicht anti-kapitalistische Haltung (wenn ich es mal so nennen darf) kommt, ist mir schleierhaft. Die begegnet mir allerdings häufiger. Meine Frage ist dann immer: „Habt ihr die GPL gelesen?“ Also nicht nur den Wikipedia-Text, sondern den Lizenztext. Ich darf demnach nicht nur meine Software verkaufen, sondern auch die von anderen Leuten. Dieses Recht wird mir explizit gewährt. Das ist also im Sinne der FSF, wenn ich losgehe und Ubuntu-DVDs für 2,50 € das Stück verscherbel. Solange ich den Quellcode meinen Kunden verfügbar mache, hat die FSF ü-ber-haupt kein Problem damit.

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    • Hallo DonKrawallo, vielen Dank für Deinen Kommentar! Freie Software und Open Source: Da hast Du recht, vielleicht habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt. Trotzdem ist es so, dass die Idee und auch der Begriff von Open Source damals (ausgehende 90er) eher darauf abzielte, Freie Software auch „salon- und wettbewerbsfähig“ zu machen. Leider wurde der ethische und moralische Aspekt des Begriffes Freiheit dabei oft weggelassen.

      Ob ich die GPL gelesen habe? Ja. Und ich behaupte nirgends, dass man Ubuntu CD’s nicht gegen Geld verkaufen darf. Auch Dienstleistungen dürfen durchaus etwas kosten. Problematisch wird es in meinen Augen dann, wenn sich Millonenschwere Unternehmen damit über Wasser halten müssen. Und dann damit beginnen, mit dubiosen Werbeeinnahmen und Kundendaten die Entwicklung „Freier Software“ zu finanzieren. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, nun habe ich das verständlicher auf den Punkt gebracht.

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  2. Hallo,

    das was du als Nachteil verkaufst, sehe ich bisher als Vorteil. Freie Software – gut sie muss frei sein und bleiben – hinter der eine Firma steht. Ich persönlich finde, dass viele Betriebssysteme da sind, die noch stark an die eigene Maschine angepasst werden muss.
    Ubuntu wird installiert und funktioniert. Für Alle „normalen“ Anwender reicht das völlig aus. Für jeden der mit seinem Betriebssystem händchenhalten will, gibt es genug andere Systeme.

    Unglaublich was ich gerade schreibe. Bis vor einem jahr war ich auch deiner Meinung. Aber die hat sich geändert. Das Betriebssystem muss frei sein und gleich danach kommt, dass es funktionieren muss. Und meine Erfahrung ist, dass wenige so gut funktionieren wie Ubuntu. Auch wenn das zu lasten der Performance geht.

    Fazit: Jedem das seine (im postitiven sinn) und dass Canonical hinter Ubuntu steht und mit Support, Cloud und anderem Geld macht, ist doch super. Vorausgesetzt Ubuntu bleibt frei. (Ja im Store tauchen immer mehr Kaufprogramme auf- die dann zwar kostenlos sind, aber eben kaufprogramm und nicht gpl), das ist schade.

    Würd mich freuen, wenn du in nem halben/ganzen Jahr mal schreibst, ob du bei Debian geblieben bist. Bei mir war das immer wie eine Sinuskurve. Hatte ich Ubuntu, wollte ich am liebsten alles selbst compilieren. Hatte ich ein OS das von sich aus nichts macht, dann wollte ich zurück zum „ich kümmer mich um nix, sondern hab zeit nicht für meine Maschine, sondern mit meiner Maschine zu arbeiten“. Und hin und her 🙂

    Grüße

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    • Hey Mario, freut mich, dass Du hier Deine Meinung mit uns teilst! Ich verkaufe keine Vor- und keine Nachteile, sondern teile meine Meinung mit. Wie Du schreibst, es sind genug Distributionen erhältlich, die erst nach einigem Handanlegen rund laufen. Stimme ich zu. Allerdings muss ich sagen, dass die Installation von Debian heute genauso einfach und schnell vonstatten geht, wie die Installation von Ubuntu oder Windows. Und: ich habe das System am Nachmittag aufgesetzt -> jetzt läuft es. Alles, was nicht auf Anhieb funktioniert hat, sind Youtube Videos mit Iceweasel. Umstellen auf HTML5 und auch das ist behoben.

      Dass Ubuntu für den „normalen“ User ausreicht, da stimme ich Dir gerne zu. Auch sage ich, dass Ubuntu nicht nur für „normale“ Anwender ausreichend ist – man kann damit eigentlich genausoviel machen, wie mit anderen Distros. Es ist einfach so, dass es eher etwas aufgebläht daherkommt (schreibst Du ja auch) – und mir persönlich gefällt das nicht ganz so gut. Das heisst überhaupt nicht, dass ich Ubuntu grundsätzlich nicht gut finde.

      Es kann sich positiv auswirken, dass hinter dieser populären Distribution ein Unternhemen steht, dass die Entwicklung „pusht“. Wohin das führt, das wird sich zeigen. Hoffentlich stirbt halt einfach die Vielfalt an anderen GNU/Linux – Distros dadurch nicht aus, weil diese geschwächt werden.

      Den Ubuntu Store mag ich persönlich nicht sehr. Er ist zwar schön praktisch – erinnert mich aber auch stark an Apples Appstore oder den PlayStore von Google. Somit eigentlich eine Kopie von schon länger existierenden Ideen.

      Ich werde versuchen, laufend ein wenig darüber zu berichten, wie sich meine Beziehung zu Debian entwickelt. Das Gefühl, das Du beschreibst kenne ich und habe darum auch schon das ein oder andere Mal die Distro (Ubuntu -> openSUSE -> Debian -> Mandriva, so hiess das damals noch -> Fedora etc…) gewechselt. Schön wäre es, wenn ich das „Distrohopping“ abschliessen könnte und nun einfach beim stabilen Debian bleibe. Auf jeden Fall: Jedem das seine. Wir müssen uns ja nicht bekämpfen 😀

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  3. Habe den Beitrag und die Kommentare mit Interesse gelesen. Ich benutze seit ca. drei Jahren Debian, zuerst sid und jetzt wheezy. Meine ersten Schritte (oder Klicks) weg von windows machte ich aber mit xUbuntu, und ich denke, die Ubuntu-Familie hat mir enorm geholfen, den Wechsel zu Linux zu wagen. Ich bin kein geek und hatte damals nicht gross Ahnung von Computern, und xubuntu gab mir die Möglichkeit, die Linux Welt kennen zu lernen und gleichzeitig weiterhin produktiv zu sein, da das System einfach funktionierte (meistens jedenfalls).
    Weshalb ich nun Debian nutze hat ähnliche Gründe wie oben bereits angetönt: Ich schätze es, das „echte“ Produkt direkt zu nutzen und es nach meinem Gusto einzurichten. Zudem liegt mir die Philosophie, die hinter Debian steht, und mich beeindruckt die Community und wie sie immer wieder darum ringt, ihr Produkt im Konsens weiter zu bringen (z. B. Debatte zum startup Dienst).
    Andererseits bedeutet die Nutzung von Debian etwas mehr Arbeit: Flash zum laufen bringen, Einrichten der Oberfläche, Lösungen finden für banale Aufgabe (eg. das Formatieren eines USB-Stick in XFCE…?). Mir ists recht, doch wenn ich Freunden Helfe, auf Linux umzustellen, nehme ich eine Linux-Mint CD mit…

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  4. Das wird super laufen dein Wherzy, da mache ich mir keine Gedanken. Ich bin aus reiner Langeweile vor kurzem con wheezy auf testing umgestiegen, weil es mir zu stabil war.

    Nun läuft testing aber auch anstandslos und XFCE 4.10 sogar fast noch ruhiger :-/. So hat man mehr Zeit für den Sommer :).

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  5. Schlussendlich ist es halt schon so, dass Ubuntu eher ein Winux als ein GNU/Linux ist.

    Naja, eher ein OSXinux, oder?

    Ich habe gerne ein Betriebssystem, das als Hauptaugenmerk die Community, die Freiheit und das Wohl seiner Nutzer hat.

    Mal mit *BSD experimentiert? 🙂

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  6. Der eine wechselt von Debian zu Ubuntu, der andere umgekehrt. So ist das eben. Ich bleib bei Debian…

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  7. Ich muss maltris recht geben. Ein Wechsel findet aus verschiedenen Gründen in beiden Richtungen statt.
    Für mich war es jetzt von Debian zu Ubuntu. Dafür musste ich auch harte Kritik einstecken.
    Wie man sowas machen kann. Und Debian währe viel besser.
    Aber auch ich hatte meine Gründe. Ausschlaggebend für mich war mein neues Notebook
    welches unter Debian nicht lief (Grafik nicht erkannt, CPU berechnete die Grafik und damit war alles unerträglich langsam).
    Ich versuchte es mit Debian testing, dann mit Debian sid. Ich las in Foren, Diskutierte mit Leuten. Und dann probierte ich Ubuntu 14.04.
    Out of the Box lief alles.
    Ich war Jahrelang von Debian überzeugt (vor allem 4,5,6) und hatte mit Debian 7 und Gnome3 schon meine „Schwierigkeiten“. Jetzt bei
    Jessie wurde XFCE als default Desktop installiert. Gefiel mir auch nicht.
    Und nun sass ich vor Unity. Bisher habe ich immer nur Kritik gelesen. Aber … es gefällt mir besser wie Gnome3.
    Deshalb wechsel ich nun von Debian zu Ubuntu.
    Klar. Hinter Ubuntu steht eine Firma. Aber auch das hat Vor und Nachteile. Und Canonical hat es geschafft Ubuntu an die Leute zu bringen. Ubuntu erschliesst Nutzerkreise die es vorher nicht gegeben hätte.
    Es ist schon interessant zu sehen, wie sich Gegener und Befürworter immer wieder die Köpfe einschlagen.
    Windows 95 OS/2, Windows NT Netware , Coca-Cola Pepsi, und nun Ubuntu Debian

    Mir persönlich gefällt das mein Debian Wissen nicht umsonst war (so als wenn ich auf Suse gewechselt währe) und das meiste
    eigentlich gleich läuft. Und ein Ubuntu Server ist wieder so nah an Debian dran, das die meisten Einstellungsdateien ganz offen von Debian reden.

    Vieleicht sollte jeder Ubuntu Nutzer mal einen Blick auf Debian werfen und jeder Debian Nutzer einen auf Ubuntu. Das erweitert den Horizont ungemein!

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  8. Ich bin der Meinung, dass der Linux-Desktop ohne Ubuntu nicht so eine Verbreitung hätte, wie das heute der Fall ist. Viele weitere beliebte Distros basieren auf Ubuntu und hätten ohne vielleicht Existenzgrundlage.
    Das Marc Shuttleworth nicht ewig seine privaten Millionen in die Firma Cannonical investieren und mit seiner Firma auch etwas Geld verdienen will kann ist auch klar. Alle großen Unternehmen im Linux Umfeld verdienen Geld damit. Also freie Software und Marktwirtschaft können nur miteinander funktionieren.
    Meiner Meinung nach ist Ubuntu und seine Ableger nicht nur für Windows Umsteiger und Computer-Neulinge geeignet. Wie hier schon gesagt wurde, kann ich mit Ubuntu im Linux Umfeld genauso alles machen wie mit jeder anderen Distro auch. Nur weil ich woanders mehr konfigurieren (event. auch kompilieren) muss, heißt das noch lange nicht, dass sich jeder Profi das auch im privaten Umfeld antun will.

    Zitat:
    <<>>
    Es kann sich nur positiv auswirken, wenn hinter einer populären Distro auch ein Unternehmen steht, dass es pusht. Das wirkt sich auf die Qualtität (Entwicklung) und die Verbreitung (Marketing) aus. Und nochmal, ohne Cannonical würde es einige der beliebesten Distros überhaupt garn nicht geben. Und ich hoffe doch, dass einige andere kleine Distros aussterben. Ich begrüße die Vielfalt an sich schon. Aber sind wir doch mal erhrlich. Es gibt tausende Distros, die nur irgend ein Abklatsch von bereits bestehenden sind. Denen gibt man einen anderen Namen, etwas anderes Design und schon meinen sie, sie wären ein weiteres tolles OS im Linux Umfeld. Die 100 Distros, die auf distrowatch.com angezeigt werden sind mehr als genug (für mich sogar schon zu viele). Ob eine Distro überlebt, entscheidet die Zielgruppe. Wird kein Zielpublikum angesprochen, hat die Distro am Markt nichts verloren und muss verschwinden. Das ist die Natur der Dinge.

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  9. Toller Beitrag und auch sehr informative Kommentare
    Zu deiner Antwort wegen den Ubuntu CD’s/DVD’s nein es ist korrect die darf man nicht verkaufen
    Ich selber nutze Linux seit 9 Jahren bin auch immer hin und hergehüpft angefangen habe ich mit OpenSuse
    mittlerweile bin ich bei Kubuntu als stabile Version (persönliche Meinung:Die Gnome-Shell nicht mag)
    Ich arbeite mittlerweile für eine Linux Distribution (Pisi Linux) und die Arbeit macht Spass.
    Ich finde deine Beiträge hier sehr Informativ und sehr lehrreich.
    Zum Thema Ubuntu, Debian oder irgendwas anderes, da ist meine Meinung jeder sollte das nutzen was er möchte und was ihm/ihr gefällt oder was er/sie machen möchte mit dem System.
    Ich selber gebe auch Linux Usern von anderen Distris Tipps wenn ich es kann, oder helfe bei der Suche nach Programmen etc.
    Durch meine lanjährige Erfahrung die ich gemacht habe mit etlichen Foren oder Communitys, muss ich sagen macht nicht die Leute platt wenn Sie nicht das nutzen was einem selber nicht passt, versucht zu helfen und macht Vorschläge das ist der bessere Weg.
    Denn die Linux Community ist eine Gemeinschaft in der eigentlich Hilfe Groß geschrieben sein soll.
    Ich selber bin Moderator und Admin von einem Forum und wir versuchen so wie wir können zu helfen, auch wenn es mal etwas länger dauert(das musste ich mal los wrden)
    Thomas dir nochmal ein Dankeschön für die Informative Seite hier und mache weiter so(groni is watching you)

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  10. Ich bin im Februar von Ubuntu zu Debian Wheezy gewechselt. Auch ich hatte so meine Gründe. Wheezy läuft absolut stabil! Vor ein paar Wochen bin ich dann zu Testing gesprungen. Auch das habe ich nicht bereut. GNU/Linux Debian ist und bleibt die Distribution meiner Wahl.
    Anfänger und Umsteiger sollten sich aber trotzdem Ubuntu näher anschauen.

    Gefällt 1 Person

  11. Ubuntu war mein Einstieg in die Linuxwelt und bis heute läuft auf meinem Hauptrechner Xubuntu. Seitdem vermisse ich weder Windows noch Mac OS X. Gerade in seiner Funktion als Einsteigerlinux halte ich Ubuntu für sehr wichtig.

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